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Dienstag, 27. Dezember 2011

Geront

Einmal musste es ja soweit kommen. Offenbar bin ich in diesem Jahr der Älteste unter den Braunschweiger Teilnehmern ("Team Braunschweig" (Jungs) und "giewhcsnuarB maeT" (Mädels)) beim "ISBT Enschede" (ISBT = "International Students Badminton Tournament").

Letztes Jahr hatte ein etwas älterer Vereinkollege noch den Anstand, mitzufahren und mir dadurch den Altersvorsitz zu ersparen. Doch heuer liegt die Rolle des Geronten wohl bei mir. Eine hohe Verantwortung! Nicht zuletzt, weil wir mal wieder ein paar "Rookies" dabei haben, denen ich mit meinen fast 10 Jahren Enschede-Erfahrung ein leuchtendes Beispiel geben sollte. Mal schauen, ob ich dieser Verantwortung gerecht werden kann...

Offen gestanden sehe ich mich allerdings eher ab dem Abend des zweiten Tages bewegungsunfähig auf meiner Luftmatratze vor mich hin vegetierend, weil ich mangels Training in den vergangenen Monaten wohl kaum die drei kommenden Tage mit jeweils vier Spielen aushalten werde. Zwei Stunden rumdaddeln kurz vor Weihnachten lassen jedenfalls für das Turnier Böses ahnen: Ich hatte etwa drei Tage Muskelkater von ein wenig gemütlichem Sparflammenbadminton an einem Sonntagabend....

Aber so ist das eben, wenn man -- so wie ich -- schon vor einiger Zeit die magische Grenze von 30 Jahren überschritten hat und sich die letzten Monate in New York den A*sch im Büro plattgesessen hat: Der Apparat macht einfach nicht mehr ganz so anstandslos mit wie früher. Und da ich weiß, dass sich einige meiner Leser so langsam dieser magischen 30er-Grenze nähern, hier eine kleine Einstimmung auf den 29. bzw. 30. Geburstag  ;-)

(Quelle: Johannes Kretzschmar, Beetlebum's Blog,
Eintrag "X-1: Gnadenfrist", Lizenz: BY-NC-ND)

Wir sehen uns in Enschede!

Sonntag, 25. Dezember 2011

Frohe Weihnachten!

Zunächst erstmal allen Lesern frohe und erholsame Weihnachten!

Weihnachten ist ja diese besondere Zeit, in der alle an ihren Geburtsort zurückkehren und sich ihrer Herkunft besinnen:
And in those days Caesar Augustus decreed that all must return to the town of their birth, that they might sort out their parents' computers
Nun ja, ganz falsch ist das nicht ;-)

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Fluchreise

Es ist eine denkbar schlechte Idee, in der Vorweihnachtszeit von New York nach Frankfurt zu fliegen, so wie ich es letzten Donnerstag / Freitag getan habe. Die Touri-Quote unter den Passagieren ist dieser Tage nämlich signifikant erhöht, was den Flug nicht eben entspannender macht. Zumindest nicht in der Economyklasse.

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Ja, er blogt noch, er blogt noch, ...

Nein, ich wurde nicht verhaftet, überfallen, entführt, bin nicht erkrankt und es ist alles in Ordnung. Ich habe es nur in den letzten Tagen nicht zum Bloggen geschafft. Wir hatten ebenso zahlreichen wie hohen Besuch aus Deutschland, unsere Firmenweihnachtsfeier hat stattgefunden, ich bin auf dem Heimweg im Zug eingeschlafen und habe meine Haltestelle verpasst, es waren Weihnachtseinkäufe zu tätigen, usw.

Heute abend waren wir noch mit ein paar (geschäftlichen) Besuchern essen und danach habe ich meine Taschen gepackt, weil ich in ca. 14 Stunden direkt von der Arbeit aus für den Weihnachtsurlaub nach Deutschland aufbrechen werde! Freitagmorgen werde ich in Münster/Osnabrück landen.

Als kleines Jahresabschluss-Leckerli aus New York hier noch ein Bild vom großen Weihnachtsbaum am Rockefeller-Center, das ich vorhin ganz frisch auf dem Rückweg vom Essen aufgenommen habe:


Soviel also "live" aus New York für dieses Jahr! Da sich einiges bei mir angestaut hat, werde ich aber auch in den kommenden Tagen von Deutschland aus weiterbloggen.

Nun aber erstmal in die Heia, hier ist es gerade 01:20 Uhr ....

Dienstag, 29. November 2011

Ich will mein Geld -- mal wieder

Mein Arbeitgeber schuldet mir Geld. Das ist einerseits natürlich unschön, aber auf der anderen Seite kann ich mir ziemlich sicher sein, auf einen einigermaßen solventen Schuldner gestoßen zu sein.

Die Umstände, durch die ich ein Gläubiger eines der weltgrößten Industrieunternehmen wurde, sind mal wieder bezeichnend. Es ist normal in einer Firma unserer Größe, dass die linke Hand häufig nicht weiß, was die Rechte tut. Im aktuellen Fall muss ich allerdings davon ausgehen, dass auch die Rechte selbst nur eine ziemlich verschwommene Vorstellung davon hat.

Donnerstag, 24. November 2011

Die Rückkehr des Lügenbarons

Der gestrige Tag fing damit an, dass ich mich erstmal spontan in mein Frühstück übergeben habe. Der Auslöser war diese Schlagzeile:

"Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Guttenberg ein"

Fassen wir nochmal kurz zusammen: Zu Guttenbergs Dissertationstext besteht zu knapp zwei Dritteln (genauer: 64%) aus Plagiaten. Betroffen sind 94% der Seiten. Bei 23 Plagiaten habe er das Urheberrecht verletzt, sagt die Staatsanwaltschaft. Demzufolge ist der honorige Herr zu Guttenberg also ein Raubkopierer. Und Raubkopierer sind Verbrecher, wie wir schließlich alle wissen:


Dienstag, 22. November 2011

Es wird scho glei DÄMPA

Jeden Tag. Wirklich jeden Tag. Jeden Tag seit etwa vier Wochen starrten mich eine Bohrmaschine und eine Trittleiter vorwurfsvoll vom Wohnungsflur aus an. Ich hatte mir beides  von einem ebenfalls in meinem Haus wohnenden Arbeitskollegen geliehen, um meine Vorhänge anzubringen. Beziehungsweise um endlich HENRY RAND und MERETE an den DÄMPA zu hängen, wie wir Ikea-Profis sagen.

Der erste Anlauf Mitte Oktober endete damit, dass mir drei Tage lang die Ohren klingelten. Das hatte ich einerseits dem ausdauernden Bohren ohne Gehörschutz zu verdanken und andererseits meiner entzückenden, aber etwas simpel gestrickten Nachbarin, die meckernd bei mir vorstellig wurde.

Aus diesen und einigen anderen Gründen, bei denen Faulheit eine nicht unerhebliche Rolle spielte, habe ich mich also vier Wochen lang nicht ans Bohrgerät gewagt. Bis heute.